Die rund 800 Zuschauer sahen am Samstagabend ein tolles Regionalliga-Spiel, welches ESC-Trainer Richard Drewniak auf der anschließenden Pressekonferenz mit der Intensität einer Playoffpartie verglich. Hohes Tempo, intensive Zweikämpfe, harte Checks und eine wieder pahantastische Stimmung machten wahrlich Lust auf mehr. Im ersten Drittel hatten die Rhinos augenscheinlich mehr Spielanteile, scheiterten aber immer wieder am besten Ravensburger David Heckenberger, der über zwei Drittel lang unüberwindbar schien. Die Gäste hingegen waren mit schnellen Kontern brandgefährlich und forderten Hax Häberle immer wieder auf der anderen Seite.

In der zehnten Minute nutzten die Gäste einen Fehler in der Hügelsheimer Hintermannschaft, als der Puck nicht schnell genug aus der Gefahrenzone gespielt wurde. Philipp Heckenberger eroberte das Spielgerät, legte quer auf Jonas Mikulic der die Ravensburger Führung erzielte. Im zweiten Drittel war es das selbe Bild. Die Rhinos bemüht, doch jegliche Anstrengungen endeten bei Heckenberger. Besser machten es wieder die Gäste mit einer Kopie des ersten Tores. Wieder wurde der Puck nicht konsequent genug geklärt, Fabio Valenti legte quer und Adrian Kirsch vollendete zum 0:2 (29.). In der Folge stand das Spiel auf der Kippe, denn die Zweitligareserve hatte noch weitere hochkarätige Tormöglichkeiten. So blieb es bis zum Schlussabschnitt, der 65 Sekunde alt war ehe erst Philipp Heckenberger und 47 Sekunden später Leon Dona auf die Strafbank zitiert wurden. Die doppelte Überzahl nutzte Sebastian Ott per Rebound zuerst zum Anschlusstreffer, als Heckenberger einen Brulotte-Schuss nur prallen lassen konnte. In der folgenden einfachen Überzahl fand Graham Brulotte in Noel Johnson einen Abnehmer, der aus zentraler Position flach den Ausgleich markierte. Binnen 15 Sekunden glichen die Rhinos aus und der Hexenkessel kochte über. Nun waren die Gastgeber dem Siegtreffer näher, mussten aber stets auf der Hut vor den konternden Oberschwaben sein, die auch Sekunden vor dem Abpfiff noch eine gute Gelegenheit hatten.

Nach 60 Minuten stand ein leistungsgerechtes Remis, welches im Penaltyschießen über den Zusatzpunkt entschieden werden musste. Simon Klemmer und Martin Vachal trafen für die Rhinos, während Max Häberle alle beiden Ravensburger Versuche parierte. Die Rhinos sind somit weiter im Rennen um die verbleibenden zwei Playoffplätze, brauchen aber fünf Punkte aus den verbleibenden beiden Spielen um aus eigener Kraft den Sprung unter die top vier zu schaffen.