...das war wohl nix. Die Baden Rhinos verpassten gestern Abend beim Stuttgarter EC einen Punktgewinn und rutschen ob der anderen Ergebnisse des Spieltags aus den Playoffplätzen.

Der Beginn war vor über 600 Zuschauern noch verheißungsvoll. Andy Mauderer öffnete mit weitem Diagonalpass den Weg für Denis Friedberger, der auf Martin Vachal ablegte und der Tscheche nach drei Minuten die Führung erzielte. Doch keine Minute später schlug Stuttgart in Person von Dominik Deuring zurück. Nach zehn Minuten übernahmen die Gastgeber dann immer mehr die Partie und wurden mit Geschenken einer löchrigen Abwehrarbeit  (2:1, Morgan Reiner, 11.), des Linienrichters nach klarem Abseits (3:1, Ben Daubner, 15.) und Pechvogel Constantin Haas, dem der Puck aus der Fanghand über die Linie kullerte (4:1, Patrick Martens, 20.), mit Geschenken geradezu überhäuft.

Eine Reaktion war im Mittelabschnitt deutlich erkennbar. Die Rhinos machten viel Druck auf das Tor von Jannis Ersel, doch erst eine Chance von Simon Klemmer brachte den Anschlusstreffer. Weitere Hochkaräter blieben ungenutzt, selbst Überzahlmöglichkeiten brachten nicht den gewünschten Erfolg. Es kam sogar noch schlimmer. Zwei Sekunden vor Ablauf der Strafe konterten die Gastgeber und stachen mit dem 5:2 durch Patrick Daucik mitten ins Nashornherz. Noch als die Rhinos den Rückschlag verdauten, schlugen die Rebels erneut eiskalt zu. 19 Sekunden nach dem Shorthander traf Nic Govig zum vorentscheidenden 6:2 (34.). Eine weitere Überzahl sollte zumindest die Rhinos wieder auf Schlagdistanz bringen, doch wieder nutzten die Schwaben den Mehrplatz auf dem Eis und trafen wiederum in Unterzahl zum 7:2 (Patrick Eisele, 37.).

Damit war die Partie vor dem Schlussabschnitt praktisch entschieden. Sebastian Ott bescherte dem ESC nach 46 Minuten zumindest den dritten Treffer, Adrian Sanwald nutzte ein Stuttgarter Powerplay zum finalen 8:3 (57.).