Was für ein Start ins Neue Jahr 2020. Im Torefestival vom Baden Airpark bezwangen die Rhinos den Titelfavoriten aus Zweibrücken mit 8:6 und fügten den Hornets im zweiten Vergleich der Saison die zweite Niederlage zu.

In der vollen Eisarena präsentierten zunächst Promi-Gast Sven Ottke und der noch verletzte Spieler und Benefizorganisator Andy Mauderer den knapp 1.000 Zuschauern das offizielle Spendenergebnis des Benefizspiels vor einer Woche: 10.815 € kamen zugunsten der Deutschen Krebshilfe zusammen. Chapeau, liebe Eishockeyfans !

Die Deutsche Krebshilfe bedankte sich bei allen Spendern via Videobotschaft für das tolle Ergebnis und wünschte für das Heimspiel viel Glück.

Glück hatten nach 40 Sekunden allerdings zunächst die Gäste. Mit dem ersten Angriff auf Constantin Haas traf Dustin Bauscher per Rebound zur Hornets-Führung.

Doch die Rhinos zeigten sich unbeeindruckt. Noel Johnson hatte nach drei Minuten mit dem 1:1 die Antwort parat und als Stadionsprecher Julian Linder noch den Torschützen bekanntgab, erzielte Graham Brulotte bereits den zweiten Treffer für seine Farben.

Aber auch die Gäste wussten zurückzukommen und markierten in der achten Minute durch Maximilian Dörr das 2:2. Es ging hin und her in diesem rasanten und unterhaltsamen Spiel, das beide Mannschaften mit offenem Visier führten. Die erste Überzahlmöglichkeit der Rhinos nutzte Noel Johnson mit seinem zweiten Treffer prompt zur neuerlichen Führung. Aber auch die Hornets stachen bei einem Spieler mehr auf dem Eis zu. Stephen Brüstle traf zum 3:3 (15.). Graham Brulotte zum Zweiten traf zwei Minuten vor der ersten Pause zum 4:3 Pausenstand.

Gästetrainer Terry Trenholm reagierte auf die vier Gegentore im ersten Abschnitt und nahm seinen Sprössling Sebastian aus dem Tor. Steven Teucke hatte fortan aber auch nicht mehr Glück. In der 26. Minute griff der Torhüter bei einem Schlenzer von Björn Groß daneben, der in Überzahl vom Schnitzer profitierte und auf 5:3 stellte. Die Offensivbemühungen waren bei den Hornets da noch effektiver, Dustin Bauscher hielt in der 31. Minute seinen Schläger in einen Traumpass von Dan Radke zum abermaligen Anschluss. In der 34. Minute nahm sich Sascha Göth ein Herz und knallte das Spielgerät zum 6:4 unter die Latte. Dem setzte Martin Vachal noch einen drauf, als er eine tolle Kombination über Brulotte zum 7:4 abschloss (39.). Eine vermeidbare Strafe brachte die Gäste aber vor dem Schlussdrittel nochmals auf Schlagdistanz, als Marc Lingenfelser vom Bulli weg durch das Drittel der Rhinos kurvte und unbedrängt auf 5:7 verkürzen konnte.

Im Schlussabschnitt fokussierten sich beide Teams mehr auf die Defensivarbeit, wohlwissend, dass ein weiterer Treffer das Spiel vorentscheiden oder spannend machen würde. Letzteres hatte den Vorzug. Christian Werth traf in der 44. Minute zum 6:7. Beide Mannschaften hatten nun ihre Gelegenheiten, doch Fortuna hatte an diesem Abend das graue Trikot an. Björn Groß hatte in der 49. Minute eine brilliante Idee und legte mustergültig auf Graham Brulotte, der mit seinem dritten Treffer den vorzeitigen Endstand herstellte. Dieser war auch deshalb nicht mehr in Gefahr, weil sich die Hornets in den letzten fünf Spielminuten durch Strafzeiten selbst dezimierten und die Rhinos dadurch in Überzahl die Zeit von der Uhr spielen konnten.