Dank einer geschlossenen und starken Mannschaftsleistung gewannen die Baden Rhinos am Sonntagabend das Topspiel in Zweibrücken mit 5:3 (1:0/3:3/1:0). Vor 780 Zuschauern waren keine zwei Minuten gespielt, als der Hauptschiedsrichter das erste Nashorn auf die Strafbank schickte. Spätestens als eine Minute später auch noch der Zweite folgte, kamen die Erinnerungen an das letztjährige Weihnachtsspiel hoch. Doch die Rhinos verteidigten gut und blieben ihrer Linie treu. Nachdem das Anfangsmomentum durch die Überzahl für die Hornets verpuffte, übernahmen immer mehr die Rhinos das Geschehen. Als die Hornets das erste Mal die Kühlbox besuchten fiel prompt die Hügelsheimer Führung. Daniel Steinke zog an der blauen Linie auf und schlenzte den Puck zum Tor wo Martin Vachal den Schläger zum 1:0 hinhielt (10.). Wenig später bekamen die Gastgeber einen Penalty zugesprochen, nachdem Brug zu ungestüm ein Zweibrücker Break störte. Constantin Haas behielt gegen Daniel Radke jedoch die Oberhand. Kurz darauf das gleiche Spiel auf der anderen Seite. Iven Rösch tankte sich wunderbar durch zwei Hornissen und wurde kurz aber ausreichend am Abschluss gehindert, so dass auch hier auf Penalty entschieden wurde. Auch dieses Mal blieb Torhüter Steven Teucke Sieger im Duell mit dem Schützen.

Im Mittelabschnitt fanden sich früh gleich zwei Hornetsspieler auf der Strafbank wieder. Der Puck lief zwar gut im Hügelsheimer Powerplay, doch Teucke entschärfte alle Schussversuche. In der Folge entstand die stärkste Phase der Hausherren, die in der 28. Minute den verdienten Ausgleich erzielten (Radke). Doch die Hügelsheimer Antwort folgte keine Minute später, als Martin Vachal über rechts ins Drittel drang und trocken links unten einschoss. Doch auch diese Führung gaben die Rhinos eine weitere Minute später aus der Hand, nachdem Fabian Fellhauer einen Aufbaupass an der blauen Linie abfing und sich die Chance nicht nehmen ließ. Und es kam noch bitterer. Martin Vachal wurde im Angriffsdrittel von den Schlittschuhen geholt und blieb sichtlich angeschlagen auf dem Eis liegen. Der Referee winkte die Szene ab und so kam Zweibrücken zum Gegenangriff, bei dem der dritte Rebound durch Christian Werth die erste Zweibrücker Führung einbrachte (33.). Nun nahm das Geburtstagskind Graham Brulotte sein Herz in die Hand...oder vielmehr die Beine und schaltete von der eigenen Grundlinie ab den Turbo ein. Keiner konnte den Usain Bolt auf Kufen auf seinem Weg zum Ausgleich stoppen (36.). Noch in der selben Minute zogen die Hornets eine weitere Strafe die zu einem kuriosen Treffer führte. Martin Vachal wurde im Slot irgendwie angeschossen und der Puck trudelte hoppsend auf Teucke zu und dem Torhüter durch die Beine ins Tor. Der Schiedsrichter schien davon so verwirrt, dass er den Treffer Justus Lehmacher zuordnete. Den Rhinos war's egal - Spiel wieder gedreht und mit etwas Glück auch in die Pause gebracht, nachdem die Latte für Haas eine Bogenlampe entschärfte.

Im Schlussabschnitt hielten sich beide Mannschaften an eine defensivere Spielweise. Niemand wollte den nächsten Gegentreffer kassieren und dem Spiel die Wende oder die Entscheidung beibringen. Während die Hornets zunächst noch den ein oder anderen Pass zuviel versuchten anstatt zu schießen, waren die Rhinos etwas mutiger in ihren Entscheidungen. Fünf Minuten vor dem Ende setzten sich die Panzertiere im Angriffsdrittel fest und Graham Brulotte verwandelte einen Nachschuss zum 5:3. Zwar nahm Hornissentrainer Terry Trenholm noch seinen Goalie zugunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis, doch den Hornets fehlte am Ende die Idee um den Rhinos den insgesamt verdienten Sieg noch zu entreißen.