HEIMSIEG ! Und was für ein wichtiger. Mit 6:3 schicken die Rhinos die Gäste aus Ravensburg mit leeren Händen nach Hause. Zuvor war es aber ein intensives Spiel ganz nach dem Geschmack der rund 700 Zuschauer.

Druckvoll kamen die Rhinos aus der Kabine, den ersten Treffer markierten aber die Gäste im Powerplay durch Kirsch, dessen verunglückter Passversuch irgendwie an Constantin Haas vorbei ins Netz rutschte (7.). Danach drückten die Rhinos, ließen ihrerseits ein Powerplay noch ungenutzt verstreichen um beim Zweiten dann doch den Ausgleich zu erzielen, nachdem der Puck plötzlich vor Maxim Engel's Füßen lag und der mit der Rückhand einnetzte (13.). Vier Minuten später griff Lars White ganz tief in den Waffenschrank und packte aus vollem Lauf eine Granate aus, die an der hinteren Torlatte einschlug. Dies ging dem aus der Rente zurückbeorderten Schiedsrichter Kai Verser allerdings zu schnell und in erster Instanz verweigerte er den Treffer, doch Graham Brulotte ging auf Nummer sicher und drückte den Puck nochmals über die Linie. Später wurde der Treffer dann tatsächlich Lars White gutgeschrieben.

1:51 Minuten vor Ende des ersten Drittels schickte Veser beide Teams in die Kabine, um das beschädigte Eis neu aufbereiten zu lassen. Auf frischem Grund wurde die restliche Zeit des ersten Abschnitts nachgespielt und die Latte rettete für den geschlagenen Heckenberger, nachdem Brulotte aufgezogen hatte. Sekunden vor dem Ende parierte Haas einen Konter, ehe die Seiten gewechselt wurden. Im Mittelabschnitt beorderte Veser einen Ravensburger nach dem anderen auf die Strafbank, so dass die Rhinos gleich fünf Powerplaymöglichkeiten ausspielen konnten. Die Treffer fielen allerdings bei ausgeglichener Spielstärke. Martin Vachal bewies dabei seine Qualitäten und traf nach zwei feinen Einzelaktionen (23. und 26.) zum 4:1 Zwischenstand, mit dem es auch in die zweite Pause ging.

Aus dieser gingen die Gäste mit einer ganz anderen Einstellung heraus und münzten diese in Tore um. Unachtsam in der Rückwärtsbewegung ließen die Rhinos in der 41. Minute eine Konter zu, den Haas noch entschärfen konnte, den Rebound legte Kapitän Fehr aber doch ins Nest. Nun hatten die TowerStars Blut geleckt und ein weiterer Zuordnungsfehler im eigenen Drittel der Rhinos wurde umgehend bestraft, nachdem Wenter völlig alleine im Slot angespielt wurde und auf 4:3 verkürzte (46.). Zuviele Fehler für Richard Drewniak, der daraufhin eine Auszeit nahm um seine Jungs wachzurütteln. Mit Erfolg: Iven Rösch checkte agressiv vor und luchste seinem Gegenspieler einen Aufbaupass ab um den Puck mit der Rückhand unter die Latte zu setzen. 5:3, nur 16 Sekunden nach dem Anschlusstreffer. Als Graham Brulotte gedankenschnell erkannte, dass Ravensburg beim Wechsel einen Spieler zuviel auf dem Eis hatte und der Verteidiger deshalb den Puck nicht berühren durfte, schnappte er sich das Spielgerät und nutzte seine Schnelligkeit zu einem Alleingang, den er eiskalt unter Heckenberger hindurch zum 6:3 vollendete (53.). Kurz nach dem Treffer befand sich Ravensburg in doppelter Überzahl und Gästetrainer Masak nahm frühzeitig seinen Goalie zugunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis. Doch auch das 95 sekündige sechs gegen drei verhinderten Haas & Co erfolgreich und spielten den Vorsprung und somit die drei Punkte über die Zeit. Dadurch tauschten beide Clubs die Plätze und die Rhinos rangieren nun mit 10 Punkten hinter Heilbronn (11) und Zweibrücken (13) auf dem dritten Platz.