Ein cleveres Auswärtsspiel lieferten die Baden Rhinos am Freitagabend bei den Stuttgart Rebels ab. Mit 5:3 behielten sie in der EISWELT dank eines bärenstarken Max Häberle und einer guten Chancenverwertung die Oberhand.

Knapp zwei Minuten waren gespielt, als der Hügelsheimer Topscorer Iven Rösch einmal mehr seine gute Form mit dem Führungstreffer bestätigte. Bis zur zehnten Minute ging das Spiel klar an die Rhinos, die selbst guten Zug zum gegnerischen Tor zeigten und hinten die Rebels aus dem Slot fernhielten. Dann aber riss das Forechecking und die Nähe zum Gegner plötzlich ab und Stuttgart erspielte sich Großchance um Großchance. Doch Max Häberle war hellwach und bügelte die Nachlässigkeit seiner Vorderleute bravourös aus. Praktisch aus dem Nichts fiel in dieser Phase 96 Sekunden vor der ersten Drittelpause das 2:0. Lars White bekam den Puck hoch an die blaue Linie gespielt und schlenzte scharf und halbhoch über den Schoner von Jannis Ersel – ein weiterer Schlag in die Magengrube der Rebels. Die Sportlerweisheit „wer vorne die Chancen liegen lässt bekommt sie hinten rein" traf in der zweiten Hälfte des ersten Abschnitts zu 100% zu.

Im Mittelabschnitt fanden die Rhinos wieder besser aus der Kabine. Erneut hielten sie die Rebels weitestgehend von Häberle weg und verlagerten das Spiel mehr in die gegnerische Zone, jedoch noch ohne eigene Großchancen zu erspielen. In der 33. Minute war es dann Rückkehrer Martin Vachal, der sich ein Herz nahm und mit zwei tollen Körpertäuschungen seinen Gegenspieler und Torhüter Ersel aussteigen ließ – 3:0. Die Rebels anworteten nach Wiederanspiel mit zwei wütenden und gefährlichen Angriffen und als die rund 600 Zuschauer in der gut gefüllten EISWELT mit einer Druckphase der Gastgeber rechneten, zog Deuring eine Strafe und dezimierte sein Team zur ungünstigsten Zeit. Doch das Powerplay lief noch nicht rund und der Amerikaner Nick Govig konterte und traf zum Anschluss aus halbrechter Position (36.). Doch kurz nachdem Deuring von der Kühlbox zurückkam, befanden sich die Rebels gleich wieder in Unterzahl. Iven Rösch nutzte den Platz und hatte aus der Ecke kommend einen Geistesblitz zum 4:1 (38.). Dem folgte kurze Zeit später der Aufreger des Tages. Mit dem Schlusspfiff...oder kurz danach...so genau lässt sich das nicht aufklären, traf Govig erneut zum 2:4. Die Rhinos protestierten wütend und wollten die Uhr – die an diesem Abend mehrfach nicht korrekt auf die Anzeigetafel projetziert wurde- schon abgelaufen gesehen haben. Doch alle Aufregung half nichts, der Treffer blieb bestehen.

Nur gut, dass dies am Ausgang des Spiels nichts änderte. Stuttgart hatte einfach einen wirklich gebrauchten Tag und kam nicht mehr in die Gänge oder schwächten sich durch einfache Strafen wie Spielverzögerung selbst. Graham Brulotte nutzte eine solche mit einem Solo zum 5:2 (52.) und als schon alle den Deckel auf die Partie machten traf doch noch Hudack zum 3:5 Endstand.