Für die Baden Rhinos endete am Samstagabend die Eishockeysaison 2018/2019 im Halbfinalrückspiel gegen den amtierenden Meister aus Bietigheim. Nach der 5:7 Hinspielniederlage der Rhinos im Ellental setzten sich die Württemberger auch am Baden Airpark durch. 2:7 leuchtete es nach Spielende von der Mediawall.

Trotz der Faschingshochzeit sahen 900 Zuschauer schnelle und packende erste 15 Minuten mit Chancen auf beiden Seiten, ehe der Tscheche Martin Vachal nach einem Zweikampf an der Bande um die Scheibe das Höchstmaß der Regelauslegung erfuhr und mit einer Matchstrafe aus dem Spiel genommen wurde. Diese Überzahl ließen sich die Gäste nicht nehmen und trafen durch Eric Freeburg zur Pausenführung (17.).

Im Mittelabschnitt hatten beide Teams ihre Szenen, erfolgreich waren zunächst die Rhinos, die in der 28. Minute ein Powerplay durch Andy Mauderer zum Ausgleich nutzten. Wieder einmal war es aber ein Doppelschlag, der den Gästen in die Karten spielte. Bei vier gegen vier nutzte zuerst Mike Weigandt und eine Minute später Justin Held den Platz auf dem Eis und erhöhten auf 1:3 (29. und 30.). Zwar hatten Böcherer, Brulotte und Mauderer noch dicke Möglichkeiten, doch es blieb bei der zwei-Tore-Führung der Steelers nach 40 Minuten.

Für den Schlussabschnitt schien klar, dass der nächste Treffer dem Spiel die entscheidende Richtung geben würde. Dieser fiel in der 46. Minute in Überzahl für Bietigheim. Eric Freeburg riss mit seinem zweiten Treffer des Abends das Tor zum Finale weit auf. Als eine Minute später erneut in Überzahl Timo Heintz das 1:5 folgen ließ, war das Spiel praktisch entschieden. Mathias Vostarek nutzte die allerletzten Offensivaktionen und dadurch entstehende Lücken in der Abwehr der Rhinos zum 1:6 (51.) ehe Graham Brulotte mit dem zweiten Hügelsheimer Treffer fünf Minuten vor dem Ende ebenso nur noch Kosmetik betrieb, wie Timo Quast mit seinem Tor zum 2:7 Endstand (58.).

Bietigheim bestätigte in beiden Spielen die Vorrundenleistung, fand sowohl im Hin- als auch im Rückspiel jeweils per Doppelschlag die richtigen Antworten zur rechten Zeit und steht insgesamt absolut verdient im Finale.

Wir gratulieren dem SC Bietigheim-Bissingen zum Einzug ins Endspiel und wünschen den Steelers alles Gute im Titelkampf. Der Gegner wird am Sonntag im dritten Spiel zwischen den Hornets Zweibrücken und den Eisbären Heilbronn entschieden, nachdem beide Teams jeweils nach Penaltyschießen ihr Heimspiel gewinnen konnten.

Ein riesiges Dankeschön geht an die großartigen Eishockeyfans, die in dieser Saison den Weg zu den Rhinos an den Airpark gefunden haben und durch viele packende Heimspiele belohnt wurden. Leider hat es am Ende nicht gereicht, die Überraschung zu schaffen. Kommt gut über den Sommer - wir sehen uns wieder im Herbst.