Die Vorrunde ist beendet, alle Mannschaften haben ihre 24 Spiele absolviert. Bietigheim-Bissingen, Heilbronn, Eppelheim und Hügelsheim belegten die ersten vier Plätze und tragen ab dem kommenden Wochenende im best-of-three Modus die Halbfinals aus.

Bereits vor dem letzten Wochenende mit zwei Spielen gegen Mannheim und Heilbronn stand fest, dass die Baden Rhinos von Platz vier nicht mehr zu verdrängen sind. Ein nicht ganz ungünstiger Umstand, denn mit Math Fleury, Cedrick Duhamel, Björn Groß und Sebastian Wolf konnten gleich vier Stammkräfte krankheitsbedingt nicht ins Trikot schlüpfen. Dadurch gab es zwei Premieren: Aus der eigenen U19-Mannschaft wurden Dustin Hensel und Justus Lehmacher lizensiert um mit drei Blöcken die beiden Spiele binnen 24 Stunden antreten zu können. Bereits am Samstag konnte Lehmacher sein Können unter Beweis stellen, am Sonntag kam auch Hensel zum dauerhaften Einsatz. Beide lösten ihre Aufgabe mehr als ordentlich und dürften auch in der kommenden Saison neben der angestammten U19 zu weiteren Einsätzen kommen.

Die Leistung im Heimspiel am Samstag gegen Mannheim war trotz der Ausfälle schwere Kost. Die Rhinos ließen weitestgehend Einsatz, Wille und Konsequenz vermissen und lagen verdientermaßen nach dem ersten Drittel mit 0:3 zurück. Als nach nicht einmal einer Minute im Mitteldurchgang Reiss mit seinem zweiten Treffer das 0:4 erzielte roch es nach einer Vorentscheidung. Dann sammelten sich die Rhinos etwas und konnten durch einen Doppelpack von Noel Johnson auf 2:4 verkürzen. Doch eine doppelte Überzahl nutzten eiskalte Maddogs an diesem Abend binnen 61 Sekunden zum erneuten vier-Tore-Vorsprung. Spätestens das 2:7 in der 49. Minute durch Martinec war der engültige K.O., Dennis Walthers Treffer zum 3:7 in der 53. Minute hatte nur noch statistischen Wert.

Einen Tag später traten die Rhinos in Heilbronn an. Was im Vorfeld nach einer gemütlichen Partie zweier Halbfinalisten aussah entwickelte sich leider phasenweise zu einem unnötig überharten Derby. 80 Strafminuten verteilten die Damen und Herren Schiedsrichter gleichmäßig auf die beiden Mannschaften - und das waren nur die, die diese auch erkannt haben wollen.

Was am Vortag noch fehlte konnte man den Rhinos am Sonntag nicht absprechen. Vom ersten Bully weg spielte der ESC munter mit, begab sich nach knapp vier Minuten durch ein Eigentor aber selbst ins Hintertreffen. Eine -vorsichtig ausgedrückt- zumindest fragwürdige Penaltyentscheidung nutzte Rupp in der 10. Minute nach sehenswerter Ausführung zum 2:0. Chancen auf den Anschluss gab es, doch blieb es beim Vorsprung.

Das zweite Drittel war von vielen wilden Aktionen geprägt, 36 Strafminuten bei 20 gespielten Minuten sprechen für sich. Leider war auch das Powerplay wie tags zuvor nicht von Erfolg gekrönt, so dass die Tore in diesem Abschnitt nur für die Eisbären fielen. Filobok und Breiter doppelt, dazu Rupp schraubten das Ergebnis auf 7:0 hoch.

Im Schlussabschnitt beruhigten sich die meisten Spieler etwas, so dass die Begegnung zumindest ohne größere Verletzungen oder Sperren beendet werden konnte. Tore gab es auch noch deren zwei. Zuerst traf Noel Johnson deutlich nach Abpfiff zum 7:1 ehe Rupp zehn Minuten vor dem Ende den Schlussstrich zog.

Am Samstag kommt es nun um 15:15 Uhr zum ersten Halbfinale in Bietigheim-Bissingen und die Steelers sind herzlich eingeladen, die beiden Ergebnisse vom Wochenende als Maßstab der Hügelsheimer Leistungsstärke heranzuziehen.

 

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