Die Baden Rhinos nehmen weiter direkten Kurs auf die Playoffs. Im vorletzten Heimspiel der Hauptrunde gewann der Tabellenvierte gestern Abend vor 600 Zuschauern gegen die Stuttgart Rebels mit 5:1 und baute seinen Vorsprung vor den Hornets aus Zweibrücken wieder auf vier Punkte aus. Diese haben heute Abend in Heilbronn nun die letzte Chance im Rennen zu bleiben und müssen bei den Eisbären gewinnen um die theoretische Chance auf das Erreichen des Halbfinals zu wahren.

Die ersten sechs Minuten lang wurde einem gestern Abend um die dezimiert angereisten Schwaben mit dem letztjährigen Rhionos-Coach Pavol Jancovic Angst und Bange. Die Rhinos standen nah am Mann, eroberten früh die Scheibe und übten einen gehörigen Druck auf das Stuttgarter Gehäuse aus. Die Folge war das 1:0 durch Dennis Walther nach vier Minuten. Vielleicht ein "zu frühes Tor" welches den Schalter in den Köpfen der 09er auf "Selbstläufer-Modus" umschalten ließ. Denn ab der Unterbrechung bei 6:06 gespielten Minuten gab es einen deutlich sichtbaren Knick im Spiel der Gastgeber. Die Schwaben hatten nun die eine Sekunde mehr Zeit, die es braucht um den ersten Pass geordnet spielen zu können und waren fortan auch körperlich präsenter als die Rhinos. Diese waren freilich trotz allem Feldüberlegen, vermochten aber nicht mehr das geradlinige Spiel zum Tor aufzuziehen wie noch in der Anfangsphase. Es blieb bei Versuchen über die Außenbahnen, die Torhüter Jetter allesamt entschärfen konnte.

Der Mittelabschnitt begann mit einer erneuten Druckphase der Rhinos und dem 2:0 in der 22. Minute wiederum durch Dennis Walther. Doch gelang es wieder nicht, die Schwaben über längere Zeit in deren Drittel einzuschnüren und gestattete dem Gegner stattdessen den ein oder anderen Konter, die Geburtstagskind Christian Sess an seinem 40. Ehrentag im ESC-Gehäuse ab und an auf die Palme brachte. Mit dem zweiten Powerplay gelang Marco Trenholm in der 33. Minute das 3:0, als er eine Hereingabe durch seinen eigenen Beine hindurch ins Tor abfälschte. Diese Führung hielt allerdings nur zwei Minuten Bestand, denn dann führte ein Aussetzer in der Hintermannschaft zur Chance für Wied, der alleinstehend vor Sess den Anschlusstreffer markierte.

Zumindest war das Spiel nun wieder spannend, denn trotz der Überlegenheit der Rhinos weiß jeder, dass ein Tor im Eishockey schnell fallen und einen Spielverlauf auf den Kopf stellen kann. Bis zur 50. Minute hielt diese Spannung auch an, dann allerdings erlöste Denis Friedberger mit einem satten halbhohen Schlenzer in das lange Toreck die Gemüter. Spätestens als vier Minuten später Dennis Walther eine wirklich schöne Direktpassstafette über Böcherer und Dech zum 5:1 abschloss war das Spiel natürlich entschieden.

 

 

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