Die Baden Rhinos mussten am vergangenen Samstag einen Rückschlag hinnehmen und unterlagen den Eisbären Eppelheim vor 621 Zuschauern mit 0:4.

Vom ersten Bully weg machten die Gäste klar, dass sie ihren dritten Platz verteidigen wollen. Aus einer sicheren Abwehr heraus eröffneten sie kontrolliert den Spielaufbau und gaben den Rhinos wenig Raum zur eigenen Entfaltung. Ärgerlich dennoch, dass die Tore zu leicht gefallen sind. In der achten Spielminute setzte sich Eric Artman über die linke Außenbahn durch und fand mit seinem Schuß den Weg an Max Häberle vorbei zum 0:1. Erst nachdem die Rhinos zur Mitte des ersten drittels zwei Mal hintereinander in Unterzahl agieren mussten, kämpften sie sich in die Partie. Doch zu wenig Schüsse im ersten Abschnitt machten Keeper Janis Wagner wenig Mühe und als alle schon mit dem ein-Tore-Vorsprung für die Eisbären zur ersten Pause rechneten, schnappte sich ein Eisbär in der neutralen Zone einen zu einfachen Puckverlust und ebnete den Weg zum 0:2 fünf Sekunden vor der ersten Drittelpause.

Der Mittelabschnitt war ausgeglichen. Allerdings blieb eines unverändert: Die Qualität der Torchancen versprühte kaum ernsthafte Gefahr für die Polartiere. Nur wenige Male war Wagner wirklich gefordert, da aber auch Häberle in diesem Drittel seinen Kasten sauber hielt lag die Hoffnung auf dem Parade-Drittel der Rhinos in den letzten zwanzig Minuten.

Man kann sicher nicht sagen dass die Nashörner nicht wollten, doch das Glück lag an diesem Abend überall, nur nicht auf Seiten der 09er. Und wenn man schon kein Glück hat, dann kommt auch noch das Pech hinzu. In der 46. Minute konnte Häberle einen Schuß von Bruns zwar parieren, doch der Puck prallte bei der Abwehrarbeit gegen den Schlittschuh von Artman, der somit keine aktive Kickbewegung ausübte und das Spielgerät regelkonform zum 0:3 über die Linie bugsierte.

Ein wenig Hoffnung keimte in der 51. Minute auf, als Eppelheims White für vier Minuten auf die Strafbank beordert wurde und die Rhinos mit einem Spieler mehr die Aufholjagd hätten starten können. Doch passend zum Spiel lief auch im Powerplay nichts zusammen. Im Gegenteil: Patschull behielt die Übersicht und schickte Roman Gottschalk auf die Reise, dessen Schuß gegen den Arm von Häberle prallte und über den Goalie in die Maschen trudelte. Die Messe war gelesen. Eppelheim ist damit so gut wie sicher für die Playoffs qualifiziert, während die Rhinos am Wochenende vor zwei schweren Aufgaben stehen.

 

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