Einen mühevollen Arbeitssieg haben die Baden Rhinos am Sonntagabend in Ravensburg errungen. Einer starken Defensivleistung mit einem sicheren Max Häberle als Rückhalt war es zu verdanken, dass auch das zweite Aufeinandertreffen binnen fünf Wochen in Oberschwaben mit dem gleichen Ergebnis endete. 3:1 stand es am Ende für die Gäste, die zuvor einige Momente zu überstehen hatten.

Ravensburg konnte entgegen den Rhinos, die auf vier Spieler verzichten mussten, mit Bestbesetzung auflaufen und brachten viel Tempo ins Spiel. Es war die vielleicht beste Laufarbeit, die bisher ein Gegner gegen die Rhinosd ablieferte...doch hatten die Badener eine gehörige Portion Erfahrung dagegenzusetzen.

Zweifelsohne fiel das Schussverhältnis im ersten Abschnitt zugunsten der Gastgeber aus, den Führungstreffer erzielte aber Cedrick Duhamel, der als erster reagieren und einen Abpraller 73 Sekunden vor der ersten Pause im Ravensburger Tor unterbringen konnte.

Im zweiten Abschnitt waren die Rhinos etwas offensiver unterwegs, störten früher das Aufbauspiel des EVR und kamen ihrerseits zu ein paar Chancen, die aber beim ebenfalls starken Heckenberger endeten. Mit der ersten Überzahl des Spiels konnte Bernhard Leiprecht in der 38. Minute per Rebound den Ausgleich erzielen.

Es war eine enge Kiste und je länger das Spiel im Schlussabschnitt fortschritt, umso klarer wurde den Beteiligten, dass das nächste Tor wohl entscheidend werden würde. Brenzlig wurde es in der 45. Minute, als der Hauptschiedsrichter zuerst Engel zurecht auf die Strafbank, im folgenden Unterzahlspiel aber auch noch Duhamel vom Eis schickte, der dies wie der Rest des Nashorn-Trosses überhaupt nicht nachvollziehen konnte. Gerade als die 09er wieder komplett waren durfte auch schon der Nächste auf die Sünderbank. Einmal musste der Pfosten bei der doppelten Unterzahl für die Rhinos retten, ansonsten standen die Penaltykiller ihren Mann. Eine Eingebung hatte der Spielleiter in schwarz-weiß sieben Minuten vor dem Ende, als er endlich auch mal die Pfeife gegen die Hausherren erhob und einen EVR-Akteuer in die Kühlbox beorderte.

Dies war der spielentscheidende Moment, denn Noel Johnson stand in der 55. Minute goldrichtig und konnte-wiedermal den Abpraller- zum 2:1 für Hügelsheim einnetzen. Ravensburg schüttelte zügig den Schock von sich und drängte mit Mann und Maus auf den erneuten Ausgleich. Als Heckenberger sein Tor zugunsten eines sechsten Feldspielers verlassen hatte, war Denis Friedberger zur Stelle und markierte ins leere Gehäuse den 3:1 Siegtreffer.

 

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