Es war ein Arbeitssieg, den die Baden Rhinos gestern Abend gegen die dezimierten FireWings aus Schwenningen einfuhren. Nicht mehr und nicht weniger. Aber auch solche Siege bringen drei Punkte ein und lassen die Rhinos zumindest bis heute Abend auf den vierten Platz der Tabelle springen.

Vor 536 Zuschauern sah es anfangs noch aus, als ob die Hausherren ein Feuerwerk zünden wollten. Die ersten zehn Minuten waren die Gäste, die mit nur zwölf Feldspielern anreisten und dazu noch ein hartes Spiel vom Vortag gegen Eppelheim in den Knochen stecken hatten, in allen Belangen unterlegen. Obwohl die Schwarzwälder bereits in der zweiten Minute ein Überzahlspiel zugesprochen bekamen, waren es die Rhinos die jubeln durften. Dennis Walther war Nutznießer eines erfolgreichen Forcheckings und traf per Direktschuss zum 1:0 (3.). Die Taktik der Gäste schien abwartend um durch Konter gefährlich zu werden. Dies ermöglichte den Rhinos allerdings einen nahezu drucklosen Aufbau der sie immer wieder in die Zone der FireWings und dort zu Chancen kommen ließ. So auch in der zehnten Minute. Duhamel sicherte den Puck im Amgriffsdrittel, steckte hoch zu Friedberger, dessen Schuss Daniel Herzog im Schwenninger Tor nicht festhalten und Andy Mauderer zum 2:0 einnetzen konnte. Nur eine Minute später war es Noel Johnson, der von Fleury einen feinen Pass serviert bekam und via Direktschuss den dritten Treffer beisteuerte. Dies war auch der Zwischenstand nach den ersten zwanzig Minuten, obwohl die FireWIngs zum Ende hin etwas mutiger wurden und ihrerseits erste Ansprüche auf einen Torerfolg anmeldeten.

Dieser stellte sich dann im zweiten Drittel ein. Die Rhinos nahmen unerklärlicherweise den Fuß vom Gaspedal und ermöglichten den Gästen Platz zur Entfaltung, die in der 24. und 26. Minute durch Marcel Thome und Dominik Deuring plötzlich beim Zwischenstand von 3:2 gipfelte. So schnell hat man nach Einbahnstraßenhockey wieder ein offenes Eishockeyspiel, indem die FireWings gute Möglichkeiten hatten den Ausgleich zu erzielen. Stattdessen kamen in der 35. Minute die Rhinos in Überzahl zum Erfolg. Noel Johnson schlenzte den Puck von Höhe der Bullykreise einfach mal in Richtung Tor und fand den Weg zum 4:2 in die Maschen.

Im Schlussabschnitt kontrollierten die Rhinos wieder die Partie, konnten sich aber bei Sebastian Trenholm im Tor bedanken, der zu Beginn einen Alleingang Deurings entschärfte und den zwei Tore Vorsprung festhielt. So verwalteten die Nashörner das Spiel bis in die Schlussphase, als erst Dech und Walther beste Chancen liegen ließen, Dennis Walther dann aber doch noch zuerst in Überzahl (56.) und Sekunden vor dem Ende mit seinem dritten Treffer des Abends den 6:2 Endstand herstellte.

 

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